Geschafft!! Die Premierenveranstaltung des Ironman Regensburg ist Geschichte. Für mich persönlich war es aufgrund der vielen bekannten Zuschauer, insbesondere auf der Laufstrecke eines der schönsten Rennen. Zugleich aber auch definitiv das härteste. Noch nie musste ich mir das Überqueren der Ziellinie derart hart erkämpfen.

Bild: B. Kattentidt
Das Schwimmen verlief wie erwartet. Ich bin ganz rechts losgeschwommen, das waren die wenigsten Leute und deshalb waren die ersten 200m auch recht entspannt. Irgenwann wurde es dann aber doch sehr eng und an der ersten Wendeboje war Schwimmen kaum mehr möglich da ich aufgrund des rechtsaussen Starts in der Innenbahn angelangt war. Also dachte ich möglichst Schaden vermeiden und mit der Massen mittreiben. Das ging dan auch gut und nach 1:06 war ich aus dem Wasser.
Beim Radeln lies ich es dann planmäßig auf der ersten Runde locker angehen. Die Strecke ist hart, zwar wenige Höhenmeter aber immer ist was zu tun. Erholungsphasen gibt's keine. Die wenigen Bergabpassagen sind dann wieder so steil dass ich bei dem Wind den Lenker festkrallen musste um nicht von der Strecke zu fliegen. Die zweite Runde war dann noch mühsamer. Die Sonne kam durch und der Wind frischte auf. Nach 120km wäre ich eigentlcih gerne nach Hause gekommen und hätte die Beine hochgelegt. Aber da kam ja ncoh was. Also Kräfte sparen und nach Regensburg rollen.
In der Zwischenzeit hat sich auch schon der eine oder andere Krampf bemerkbar gemacht deshalb habe ich auf der ersten Laufrunde mit Cola und Salz erstmal versucht die Muskulatur in den Griff zu bekommen. Das ging dan auch und ab km 4 lief es recht gut. Immer wieder Cola und Salz. Bis dann nach 16km die Nahrungsaufnahme immer schwieriger wurde. Der Magen rebellierte, außer Wasser ging nichts mehr rein. Der Rest der Laufstrecke war somit eine Balanceakt zwischen einigermaßen zügigem Vorkommen und die verbeleibenden Energievorräte nicht vom der Ziellinie vollständig aufzubrauchen. Zum Glück gab's die vielen Zuschauer an der Strecke die mich immer wieder aufs neue motiviert einen um den anderen Kilometer weiterzukommen.
Nach 10:54 für 226km war ich dann im Ziel. Zufrieden und stolz den Schwinehund einige hundert Male besiegt zu haben. Aber ohne Finisher Shirt wollte ich halt auch nicht heimgehen.
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